Ich bin Claudia Starke. Und Rikki Marx. Ich bin auch Murkele und war Rike. Ich bin nur Eine und doch ganz viele. Und stets auch in meinen Geschichten. Mal bin ich die Trauerweide am Seeufer, mal der Kater und mal der, der Bücher hortet. Wie ich war, bin, sein könnte, möchte und vielleicht werde – davon findet sich immer etwas in meinen Geschichten. Und wer genau hinliest, wird es finden. Nach und nach.


Wer bin ich?

 

Immer mal wieder werde ich gebeten, eine Autorenvorstellung zu schreiben - dann sitze ich vor dem PC, starre auf bisher formulierte Texte und denke, dass Abwechslung not tut. Schließlich will man nicht immer und immer dasselbe lesen. Oder?

 

Nun, jedenfalls habe ich da mal was Neues formuliert: 

 

Meine Phantasie ist schneller als mein Schreiben und der perfekte Nährboden für Geschichten. Dabei bin ich nicht wählerisch, nehme jede Idee, die an meine Tür klopft, und baue ihr ein Nest aus Worten, bis sie sich wohlfühlt. Dann lasse ich diese Worte sie hinaustragen in die Welt der Leser, auf dass sie viele neue Freunde finden mag, die sie einlassen in ihren Kopf, ihre Herzen und ihre Erinnerung. Dann ist das, was ich tue, der beste Job der Welt.

 

 

Schreiben ist Leidenschaft. That‘s it.


Die Drei, die Eine sind ...

 

Ja, ich bin mir sicher, das irgendwo schon einmal gehört zu haben - von "Charmed" bis Donald Duck (hier natürlich die drei Neffen) ist alles drin, doch das ist momentan eher unerheblich. Ich brauchte halt eine Überschrift. ;)

 

Bisweilen quillt mein Hirn über vor Ideen, die alle wohlwollend notiert werden, doch immer mehr stelle ich fest, dass ich mich nicht nur in einem Genre bewege - obwohl ... im Grunde lässt sich das Meiste unter Phantastik zusammenfassen. Also unterscheide ich vielleicht besser nach der Zielgruppe, denn Horror und Jugendfantasy spricht nicht unbedingt die gleichen Leser an. Und dann gibt es da auch noch die eine oder andere Geschichte, die in einen komplett anderen Bereich fällt ... Jedenfalls fällte ich die Entscheidung, mich künftig in drei Personen aufzuteilen:

Claudia Starke - das ist die, die Horror und Mystery schreibt, gerne mit einem Hauch Erotik, wenig blutig, doch häufig gemein - kurzum Geschichten für die größeren Leser.

Rikki Marx - das ist die Mutter in mir, die ihren (und allen anderen) Kindern Geschichten erzählt, egal ob für kleine oder jugendliche Leser, mit dem nötigen Schuss Phantasie und voller Abenteuer.

Valentina Moon - das ist die Romantikerin in mir, die nicht totzukriegen ist und gerne mal in Gefühlen schwelgt.

 

So weiß in Zukunft jeder Leser bereits anhand des Namens, der vorne drauf steht, was er drinnen findet ... :)


Claudia Starke wurde 1965 in Gelsenkirchen-Buer geboren, wo sie heute noch wohnt.

Bereits vor der Schule lernte sie lesen, indem sie mit der Tageszeitung in der Hand ihre Mutter nach dem Alphabet befragte. Danach war kaum ein Buch sicher vor ihr.

Die Familie war oft mit dem Auto unterwegs, doch Lesen und Autofahren vertrug sich bei Claudia nicht, während der große Bruder seiner Leidenschaft ungehindert frönen konnte. Alleingelassen auf dem Rücksitz ersann sie sich ihre eigenen Geschichten, entweder durch Einbeziehen der vorbeieilenden Landschaft oder durch Rückzug in ihr innerstes Reich der Phantasie.

Kein Wunder stand für sie als Kind bereits fest, dass sie dereinst mal eigene Bücher schreiben wollte.

Erste Schreibversuche fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, erst nach und nach holte sie sich Feedback von Anderen. Zunächst nur innerhalb, später auch außerhalb der Familie.

Und doch sollte es bis zum Jahre 2000 dauern, ehe die ersten drei Geschichten vom Bastei Verlag veröffentlicht wurden.

Heute ist sie Mutter von drei Kindern und geduldete Mitbewohnerin von zwei Katzen und leidenschaftliche Schreiberin, die den Nachtschlaf gern einer guten Geschichte opfert.


Warum ich Horror schreibe?

 

Ich war ein braves Kind. Ehrlich.

Mit neun Jahren sah ich heimlich meinen ersten Horrorfilm, mit zwölf las ich, ebenfalls heimlich, die Gruselromane meiner Mutter. Doch meine Mutter war eine ungleich schnellere Leserin und ich bekam nie das Ende eines Romans mit. Also begann ich, mir meine eigenen Fortsetzungen auszudenken.

Kein Wunder schreibe ich heute bevorzugt Horror und Mystery, allerdings klopfen auch Ideen aus anderen Genres bei mir an und finden wohlwollende Verarbeitung. Und ich opfere jederzeit gern meinen Nachtschlaf einer guten Geschichte.

(Übrigens: Ein einziges Mal habe ich einen Roman komplett lesen können – er handelte von einem Werwolf.)