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Wie ich zum Schreiben kam ... #1


Aufgewachsen in einer Welt voller Geschichten konnte ich gar nicht anders, als auch meinen eigenen Geschichten Raum zu geben.

Ich konsumierte Bücher (anfangs vorgelesen), Comics (bevor ich lesen konnte, füllte ich mit dem, was ich aus den Bildern herauslas, die Sprechblasen und Textzeilen) und sogar Hörplatten (das waren die CDs meiner Kindheit). Letztere jedoch eher selten, da meine Aufmerksamkeit sich rasch vom Vorgetragenen ab- und meinen eigenen Geschichten zuwandte.

Da ich stets viel zu früh (nach meinen Maßstäben) ins Bett musste, blieb mir gar nichts anderes übrig, als mit meinen Stofftieren und Puppen Geschichten nachzuspielen, die entweder auf Fernsehserien, Filmen oder Büchern basierten oder gänzlich anderen Quellen entsprangen. Quellen, die tief in mir sprudelten und aus denen ich heute den Stoff für meine Bücher beziehe.

Mir wurde klar, dass ich irgendwann einmal Bücher schreiben und illustrieren würde. Der erste Schritt ist auch bereits getan, am Zweiten arbeite ich noch. Vielleicht klappt es beim nächsten Kinderbuch.


Die ersten Comicschritte machte ich bereits in der Grundschule. Strichmännchen sollten Abenteuer mit Strichpferden erleben oder vielleicht auch … Tatsächlich bin ich über ein paar Zeichnungen nicht hinausgekommen. Es war einfach nicht mein Medium, um Geschichten zu erzählen.

Zu schreiben begann ich dann als Teenager. Schon damals hing mein Herz an der Phantastik und ich schrieb über einen Mann, der nach einem Bergrutsch auf der Suche nach einem Ausgang in einer Parallelwelt landete. Immerhin schaffte ich 89 handgeschriebene DinA5-Seiten, ehe ich an einem Punkt landete, von dem aus ich nicht weiterkam. Dieses Werk blieb also unvollendet und ist heute verschollen (zu viele Umzüge im Laufe der Zeit).

Mit 18 startete ich den nächsten Versuch: eine Geschichte aus der Sicht eines Hundes. Wir hatten nie einen Hund, dennoch wusste der Anfang zumindest meine Mama zu begeistern. Es war das erste Mal, dass jemand anderer als ich meine Geschichte zu lesen bekam, allerdings war mir klar, dass ich derartige Kritik mit Vorsicht genießen musste.

 

So war es dann eine logische Konsequenz, dass ich mich Ende der 80er in einem Volkshochschulkurs anmeldete. „Wir schreiben, schreiben Sie mit.“ Hier traf ich endlich Gleichgesinnte, lernte, mit Kritik umzugehen und mich über das Schreiben auszutauschen. Und stellte fest, dass auch Menschen, die in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu mir standen, meine Geschichten mochten. Selbst auf einer kleinen Lesung, die aus dem Kurs resultierte, begeisterte ich die Zuhörer – ab da war mir klar, dass ich noch viel mehr Menschen erreichen wollte. Bloß wie?


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